Michail Gorbatschow wird zum Generalsekretär der KPdSU ernannt


Mehr zur KPdSU und der Bericht von 1985 im Spiegel über Gorbatschow


Gorbatschow stand für Glasnost (= Offenheit und Transparenz) und Perestroika (= Umgestaltung) in den Reihen der alteingesessenen KPdSU. Er ersetzte viele der Alten aus Politbüro und ZK-Sekretariat durch Jüngere, um so einen Wandel im Realsozialismus herbeizuführen.

Gorbatschow war maßgeblich an der Beendigung des Kalten Krieges beteiligt, wie sich später noch zeigen sollte.

"Meine Eltern fanden Gorbatschow (oder eher "Gorbi", wie wir ihn damals fast alle nannten) direkt klasse. Wann immer er etwas zu verlauten gab, lief bei uns die Glotze, und wir alle hofften sehr, das der Ost-West-Konflikt beigelegt werden würde. In diesem Mann steckte Großes, das konnten wir alle fühlen. Wie sich herausstellte, sollten wir uns dahingegehend nicht getäuscht haben. So bleibt mir "Gorbi" doch immer als einer DER Politiker der 80er in Erinnerung, auch wenn ich mit 14 Jahren ganz andere Dinge im Sinn hatte als Politik."


"Ich hab' damals nichts von Politik verstanden. Ich wusste zwar, wer in Deutschland so an sich bekannt war, aber mit Parteien hab' ich mich nicht beschäftigt. Gorbi war mir direkt sympathisch. Warum auch immer, aber ich mochte ihn. Ich hatte schon so einiges an Romanen über den Kalten Krieg verschlungen, und ich wusste, das Russland und Amerika sich spinnefeind waren. Wieso, verstand ich nicht wirklich, aber es regte mich dann doch zu Recherchen an, als immer wieder von "Erneuerungen" und "Umdenken", von "Transparenz" und "Wandel" die Rede war. Gorbi war für mich rückblickend auf jeden Fall eines der wichtigsten politischen Gesichter der 80er. Ohne ihn wäre das Jahrzehnt wohl kaum politisch so spannend und auch reformierend verlaufen."

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