26.09.1980: Oktoberfestattentat


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26.09.1980: Am Haupteingang des Münchener Oktoberfestes explodiert eine Rohrbombe und kostet 13 Menschen das Leben. Es gab 68 Schwerverletzte und 211 Verletzte. Es handelte sich um einen terroristischen Anschlag und war der schwerste Terrorakt der Nachkriegsgeschichte in Deutschland.

Der Bombenleger war Anhänger der neonazistischen Wehrsportgruppe Hoffmann, die im Januar '80 verboten worden war. Eine Mittäterschaft der rechten Szene wurde nicht ausgeschlossen, und seit etlichen Jahren liegen dahingegend neue Beweise vor.

Für uns 80er Kinder (Soda war fast 8, Arden fast 9) war es schlimm in den Nachrichten zu hören, das so viele Menschen verletzt worden sind.


"Mein Vater hatte Tränen in den Augen und sagte, das ich ja in München geboren worden sei. Er meinte, das wir dort hätten sein können (was ich natürlich angesichts der nie enden wollenden Umzüge von einer Stadt in die nächste damals schon ausgeschlossen hatte, und meinen Vater skeptisch ansah). Ich war berührt von seinen Tränen, und ich war sehr traurig darüber, das ein Mensch so viele andere Menschen verletzten oder gar töten will. Ich konnte das gar nicht fassen. Es war, als wäre ich von einem Moment auf den nächsten erwachsen geworden. Mir erschloss sich zum ersten Mal bewusst die Grausamkeit, die einigen Menschen innewohnt. Das war ein Wandel in meiner Denk- und Fühlweise, der mich wohl letztendlich zu dem kritischen Menschen machte, der ich heute bin."

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