26.04.1986: Atomreaktor-Katastrophe in Tschernobyl



In Tschernobyl passiert der Super-GAU. Eine Atom-Kraftwerk-Katastrophe höchsten Ausmaßes also. Davor, genau davor, hatten wir in den 80ern alle Angst! Verstrahlung und saurer Regen. Wer wusste denn schon genau, wie sich das alles auf uns auswirken würde?










"Ich hab' Leute in der Stadt gesehen, die sich Plastiktüten über die Schuhe gezogen hatten. Manche trugen Plastiktüten sogar auf dem Kopf. Sie dachten, das würde gegen die radioaktive Strahlung oder sowas helfen. Die Naivität, die wir alle an den Tag legten, erinnerte tatsächlich an die Geschichte im Comic "Strahlende Zeiten" (1983) von Raymond Briggs*."




 "Unsere 80er-Jahre-Top-Angst, der Super-GAU, war eingetreten. Was auf uns zukommen würde, würden wir erst mit der Zeit sehen, aber für den Moment waren wir erschüttert bis ins Mark. Ich war sprachlos und fassungslos, und ich war gleichzeitig wütend, das alles immer so verharmlost wurde. War doch klar, das das Atomzeitalter nicht nur Gutes hervorbringen konnte. Und auch nach der Katastrophe machten manche Politiker noch Witze darüber, das das alles gar nicht so schlimm wäre, wie wir alle meinten, und das doch Langzeitfolgen sehr unwahrscheinlich wären. Zumindest hier in Deutschland. Mir war klar, das konnte nur gelogen sein."



*verfilmt unter dem Titel "Wenn der Wind weht", Zeichentrick 1986, Musik von Roger Waters, Song "When The Wind Blows" von David Bowie

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